Zurück zur Wissensdatenbank
Websites

Website-Relaunch: Verantwortlichkeiten, Übergabe und Checkliste

5 Min. Lesezeit

Website-Relaunch planen: wer für Weiterleitungen, Formulare, Tracking und Übergabe zuständig ist, plus Checkliste für den Launch und die Zeit danach.

Ein Website-Relaunch lässt sich gut steuern, wenn jede wichtige Prüfung einen Verantwortlichen, ein Abnahmekriterium und ein dokumentiertes Ergebnis hat. Auch nach der Wahl der Plattform bleibt offen, wer die Inhalte überträgt, wer eingehende Anfragen prüft und wer reagiert, wenn nach dem Launch etwas nicht funktioniert.

Dieser Leitfaden ist eine Vorlage für die Projektplanung, kein Ergebnisbericht einer bestimmten Kundenmigration. Konkrete Leistungen, Termine und Zugänge gehören in das jeweilige Angebot.

1. Zuerst klären, was weiter funktionieren muss

„Wir brauchen eine neue Website“ ist noch kein vollständiges Briefing. Listen Sie die Geschäftsprozesse auf, die an der Website hängen: Anfragen, Terminbuchungen, Käufe, Support und interne Benachrichtigungen. Jeder Prozess braucht einen echten Abnahmetest. Bei einem Dienstleister muss eine Testanfrage bei der richtigen Person ankommen und alle nötigen Angaben enthalten.

Sagen Sie dem Umsetzer, welche Leistungen geschäftlich wichtig sind, welche Kampagnen auf bestehende Seiten verlinken und wann ein Ausfall besonders teuer wäre. Suchtraffic ist nur ein Kriterium. Auch eine selten besuchte Seite kann für Partner oder Bestandskunden entscheidend sein.

Legen Sie fest, wer Änderungen freigibt. Widersprüchliche Anweisungen mehrerer Beteiligter sind ein Projektrisiko, selbst wenn die Technik einfach ist.

Passende Vorbereitung: Unternehmenswebsite erstellen lassen: Was Sie vor der Angebotsanfrage planen sollten

2. Verantwortliche benennen

Die Entscheidungsperson beim Kunden gibt Inhalte, Angebote und Geschäftsprozesse frei. Sie stellt die nötigen Zugänge bereit und legt fest, wer Testanfragen empfängt. Sie entscheidet auch, welche offenen Punkte warten können und welche den Launch blockieren.

Der Web-Umsetzer erledigt die vereinbarte Entwicklung, führt technische Prüfungen durch und dokumentiert Fehler und Korrekturen. Wenn ein anderer Entwickler oder Plattformanbieter beteiligt ist, braucht auch diese Abstimmung einen Verantwortlichen.

Die Verantwortlichen für SEO und Tracking prüfen wichtige URLs und vereinbarte Ereignisse, halten eine Ausgangsbasis fest und beobachten die Umstellung. Im kleinen Team kann das dieselbe Person wie der Entwickler sein. Die Aufgabe sollte trotzdem ausdrücklich benannt werden.

Die Support-Verantwortlichen kümmern sich um Probleme nach dem Launch. Vereinbaren Sie vorab Kontaktweg, Erreichbarkeit und Dringlichkeitsstufen. „Melden Sie sich, wenn etwas nicht klappt“ reicht nicht, wenn ein Formular keine Anfragen mehr zustellt.

3. Eine Abnahme-Checkliste aufbauen

Der Google-Leitfaden zum Umzug einer Website nennt das Testen der neuen Seite, die Zuordnung alter zu neuen URLs, Weiterleitungen und die Beobachtung des Traffics. Er weist auch darauf hin, dass Rankings während eines Umzugs schwanken können. Unveränderte Rankings sollten daher nicht als garantiertes Ergebnis versprochen werden. Quelle: Google Search Central.

Vergeben Sie für jeden Punkt einen Verantwortlichen und einen Status:

  • Inhalte: wichtige Seiten, Bilder, Downloads, Kontaktdaten und Sprachversionen geprüft.
  • URLs: Ziel jeder wichtigen alten URL dokumentiert. Eine dauerhafte Weiterleitung testen, wo es einen passenden Ersatz gibt, statt jede entfernte Seite auf die Startseite zu leiten.
  • Auffindbarkeit: Indexierungseinstellungen, Canonical-URLs und interne Links der Seiten geprüft, die live gehen sollen.
  • Formulare: erfolgreiche und fehlerhafte Absendung, Bestätigung, Empfänger und interne Weitergabe getestet.
  • Onlineshop: Testbestellungen, Statuswechsel und Benachrichtigungen mit dem vereinbarten Zahlungs-Testmodus geprüft.
  • Tracking: das vereinbarte Ereignis erscheint am erwarteten Ort, wird nicht doppelt gezählt und lässt sich während der Tests von echter Kundenaktivität unterscheiden.
  • Rückfallplan: Abbruchkriterien, Entscheidungsperson und Wiederherstellung dokumentiert. Ein Shop muss auch Bestellungen berücksichtigen, die nach der Umstellung eingehen.

Halten Sie Nachweise neben der Checkliste fest, zum Beispiel Testzeitpunkt, Bestätigung der empfangenden Person und verbleibende Fehler. Ein Häkchen ohne Erklärung hilft bei der Übergabe wenig.

4. Festlegen, was der Kunde erhält

Domain, Plattform, Analytics und Inhalte können in getrennten Konten liegen. Die Übergabeliste sollte deren Administratoren und die Zugänge des Kunden benennen. Passwörter gehören in einen sicheren Übergabekanal, nicht in ein öffentliches Projektdokument.

Fragen Sie nach einer Liste der Abonnements, Verlängerungskosten, nötigen Lizenzen und verfügbaren Exporte. Ob Quellcode übergeben wird, ob die ganze Website exportiert werden kann und ob ein Anbieterwechsel möglich ist, hängt von Plattform und Vertrag ab. Klären Sie das vor der Systemwahl. Ein Kontozugang allein beschreibt nicht alle vertraglichen Rechte oder enthaltenen Leistungen.

Praktische Übergabeunterlagen sind etwa eine Kontenübersicht, eine Bearbeitungsanleitung, die abgenommene Test-Checkliste und eine Beschreibung wiederkehrender Aufgaben. Vereinbaren Sie, wer sie nach der Übergabe aktuell hält.

5. Der Prüfung nach dem Launch einen Termin geben

Bewährt hat sich ein Ablauf aus direkter Launch-Prüfung, operativen Kontrollen in den ersten Tagen und einer späteren Auswertung mit vergleichbaren Zeiträumen. Der genaue Rhythmus sollte zu Traffic und Risiko der Website passen.

Klicks in der Search Console und Ereignisse in GA4 beantworten unterschiedliche Fragen. Eine qualifizierte Anfrage braucht zusätzlich eine geschäftliche Definition: Ist sie relevant, ist der Kontakt erreichbar und ist sie keine Doppelung? Das bestätigt meist das empfangende Team oder das CRM. Mehr gezählte Formularereignisse bedeuten nicht automatisch mehr Umsatz.

Dokumentieren Sie bekannte Fehler, die zugesagte Korrektur und deren Verantwortlichen. Wartung, neue Funktionen und Kampagnenbetreuung können einen eigenen Auftrag brauchen. Die Abnahme der Website beauftragt diese Leistungen nicht automatisch.

Häufige Fragen

Braucht eine neue Website eine neue Domain?

Nicht unbedingt. Prüfen Sie zuerst den geschäftlichen Grund. Ein neues Design oder System und ein Domainwechsel sind getrennte Entscheidungen.

Löst die Wahl der Plattform den Relaunch?

Nein. Inhalte, Integrationen, Tests und die Kontenübergabe brauchen weiterhin Verantwortliche, auch bei einer bekannten Plattform.

Wer gibt den Launch frei?

Die vorab benannte Entscheidungsperson, auf Basis dokumentierter Rückmeldungen von Umsetzer und Prüfverantwortlichen. Offene Punkte sollten vor dieser Entscheidung sichtbar sein.

Lässt sich gleichbleibender Traffic garantieren?

Das ist kein seriöses Versprechen. Planung und Prüfung verringern vermeidbare Fehler, aber der Umsetzer kontrolliert nicht alle Faktoren, die die Suchleistung beeinflussen.

Was sollte ich zum ersten Gespräch mitbringen?

Ihre aktuelle URL, wichtige Geschäftsprozesse, bekannte Probleme, vorhandenes Tracking und die Entscheidungsfrist. Den tatsächlich nötigen Zugang vereinbaren Sie gesondert, bevor Sie ihn teilen.

Mehr zu unserer Webentwicklung und zu unserem Team und öffentlichen Projektbeispielen.

Daran arbeiten wir täglich: Webentwicklung-Leistungen.

Webentwicklung
Kostenlos

Kostenloses Website-Auditinnerhalb von 24 Stunden

Unser Team prüft deine Website und schickt dir innerhalb von 24 Stunden per E-Mail, was sich verbessern lässt. Geschwindigkeit, SEO, Conversion, technische Fehler. Keine Floskeln, nur konkrete nächste Schritte.

  • PageSpeed- und Technik-Analyse
  • SEO-Probleme und Chancen
  • Conversion-Empfehlungen, priorisiert

Keine Verpflichtung. Kein Spam.

Lieber direkt über dein Projekt sprechen?Beratung anfragen