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SEO Tools in der Praxis

Wenn ein neuer Kunde auf uns zukommt und sagt, dass es Probleme mit seiner Website gibt, kein Traffic eingeht, Seiten aus Google verschwunden sind oder einfach „SEO nicht funktioniert“, beginnen wir nicht mit Vermutungen. Für uns ist Suchmaschinenoptimierung immer ein strukturierter, Schritt für Schritt aufgebauter Prozess, der auf soliden technischen und inhaltlichen Grundlagen basiert. In diesem Artikel zeigen wir, welche SEO Tools wir in unserer täglichen Arbeit nutzen und was du tun solltest, wenn du wirklich Ergebnisse erzielen möchtest.

Schritt 1: Technisches SEO Audit mit Screaming Frog

Das erste Tool, zu dem wir in fast jedem Fall greifen, ist der Screaming Frog SEO Spider. Damit analysieren wir die gesamte Website, und grundlegende technische Probleme werden sehr schnell sichtbar:

  • 404 und andere Fehlerseiten
  • fehlerhafte oder verkettete Weiterleitungen
  • fehlende oder doppelte Meta Titel und Beschreibungen
  • Kanonisierungsprobleme
  • defekte interne Links

Warum beginnen wir hier? Weil jede weitere SEO Maßnahme nur eine Teillösung ist, solange diese Fehler bestehen.

Tipp:
Produziere nicht einfach weiter Inhalte, während deine Website voller technischer Fehler ist.
Räume zuerst alles mit Screaming Frog auf und baue erst danach weiter auf.

screaming frog

Schritt 2: Google Search Console und was Google tatsächlich sieht

Die nächste Station ist die Google Search Console. Hier prüfen wir, wie Google die Website selbst sieht und interpretiert.
Die wichtigsten Kontrollpunkte:

  • ob die Sitemap eingereicht wurde
  • ob die robots.txt korrekt eingerichtet ist
  • welche Seiten indexiert sind
  • welche nicht indexiert sind und aus welchem Grund
  • ob es Abdeckungs oder manuelle Fehler gibt

Ein sehr häufiges Problem ist, dass eine Seite inhaltlich in Ordnung ist, technisch jedoch nicht für Google zugänglich gemacht wurde.

Tipp:
Optimiere keine Meta Beschreibungen und Title Tags, ohne zu wissen, ob die Seite überhaupt indexiert ist.
Zuerst die Search Console, danach alles andere.

gsc

Schritt 3: Google Analytics und die Analyse des Nutzerverhaltens

Sobald wir wissen, dass die Website technisch einwandfrei und indexierbar ist, schauen wir uns an, was Besucher tatsächlich darauf tun. Dafür analysieren wir die Daten aus Google Analytics.
Was wir dabei untersuchen:

  • wie viel Zeit Nutzer auf der Website verbringen
  • welche Seiten eine hohe Absprungrate haben
  • wo Nutzer die Seite verlassen
  • auf wie viele 404 Seiten sie stoßen
  • interne Suchanfragen (falls die Website eine Suchfunktion hat)

Diese Daten zeigen sehr genau, wo die Nutzererfahrung abbricht.

Tipp:
Schau nicht nur auf die Besucherzahlen.
Achte darauf, was Besucher tun und wo sie hängen bleiben.

Schritt 4: Ladegeschwindigkeit mit Google PageSpeed prüfen

Eine langsame Website ist nicht nur ein SEO Problem, sondern auch ein Geschäftsproblem. Deshalb gehört eine Analyse mit Google PageSpeed Insights zu jedem Audit.
Besonders achten wir auf:

Ladezeiten auf Mobilgeräten und Desktop

  • Core Web Vitals Kennzahlen
  • Probleme bei der
  • Bildskalierung
  • Elemente, die das Rendering blockieren

Schritt 5: Überprüfung der Admin Oberfläche

Wir loggen uns auch in das Kontrollpanel der Website ein (zum Beispiel WordPress) und prüfen:

veraltete oder fehlerhafte Plugins
SEO relevante Einstellungen
Hinweise auf Duplikate

Erstaunlich oft stellen wir fest, dass eine einzige falsche Admin Einstellung die Website seit Monaten ausbremst.

Schritt 6: Keyword Recherche mit Ubersuggest

Nach den technischen Grundlagen kommt der Inhalt. Für die Keyword Recherche nutzen wir häufig Ubersuggest.
Dabei prüfen wir:

  • ob die Website tatsächlich auf Keywords optimiert ist, nach denen Menschen suchen
  • ob Service und Produktseiten korrekt aufgebaut sind
  • wo ungenutzte Chancen liegen

Schritt 7: Blogthemen mit Answer The Public finden

Für Blogthemen ist eines unserer Lieblings Tools Answer The Public. Seine Stärke liegt darin, echte Fragen zu zeigen, die Menschen tatsächlich stellen.
Wenn du diese Fragen beantwortest, dann:

  • bringst du relevanten Traffic auf deine Website
  • hilfst Besuchern
  • baust fachliche Glaubwürdigkeit auf

Tipp:
Blogge nicht nur, um frische Inhalte zu haben.
Beantworte konkrete Fragen und löse echte Probleme.

answer the public

Schritt 8: Off Page SEO und externe Signale

SEO endet nicht bei der Website. Wichtige Elemente sind:

  • Backlinks
  • Markenerwähnungen
  • Gastartikel von Experten
  • Bewertungen

Das korrekte Ausfüllen deines Google Unternehmensprofils, sozialer Plattformen und Bewertungsseiten ist eine Grundvoraussetzung. Zum Beispiel verbinden wir Bewertungen mit der Website über Trustindex, sodass alle Vertrauenssignale an einem Ort erscheinen.

Zusammenfassung

Die Qualität der Online Sichtbarkeit hängt von vielen Faktoren ab, und natürlich kann man noch deutlich tiefer gehen. Dennoch betrachten wir diesen Prozess als grundlegenden Ausgangspunkt für jede Website.

Diese Grundlagen kann jeder mit ein paar Wochen Lernen beherrschen, doch echte Ergebnisse erfordern Erfahrung und systematisches Denken.

Wenn du Beratung oder Umsetzung benötigst, nimm Kontakt mit uns auf.

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